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Stasi 2.0

Der Begriff Stasi 2.0 ist ein politisches Schlagwort, das sich zunächst im Internet entwickelte. Die mit diesem Schlagwort verbundene politische Protestkampagne kritisiert verschiedene innenpolitische Vorhaben der Deutschen Bundesregierung, darunter insbesondere die von dem damaligen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble vorgeschlagenen Online-Durchsuchungen von privaten Computern oder die Vorratsdatenspeicherung, aber auch gesetzliche Einschränkungen der Netzneutralität und Informationsfreiheit. Die Wortwahl Stasi 2.0 spielt dabei sowohl auf die staatliche Überwachungspolitik der DDR durch das Ministerium für Staatssicherheit (kurz Stasi) als auch auf den Begriff des Web 2.0 an

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, der für die neuesten Fortschritte der Internet-Technologie steht.

Stasi 2.0 ist ein netzkultureller Begriff, der gegen die Bedrohung digitaler Bürgerrechte gerichtet ist. Stasi 2.0 dient dabei als Protest-Tagging, um die „Opposition gegen die umfassende Datenspeicherung“ fortzuführen. Im Mittelpunkt des Protestes stehen die innenpolitischen Forderungen des Innenministers Wolfgang Schäuble. Als Logo dieser Protestbewegung dient die so genannte Schäuble-Schablone, kurz Schäublone genannt. Über den Begriff wurde auch in konventionellen Massenmedien wie der Tagesschau und in der Süddeutschen Zeitung berichtet.
Der Begriff bezieht sich vor allem auf die von dem ehemaligen deutschen Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und der Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) vertretene Sicherheitspolitik – insbesondere auf die diskutierten und teilweise bereits praktizierten Überwachungsmaßnahmen Onlinedurchsuchungen und Vorratsdatenspeicherung, aber auch auf nicht technisch bedingte Maßnahmen wie zum Beispiel die bereits zuvor von der Staatssicherheit der DDR bekannte Sammlung von Körpergeruchsproben und dem Unterbindungsgewahrsam von Globalisierungskritikern vor und während des G8-Gipfels in Heiligendamm.
Unter dem Motto Stasi 2.0 und der Verwendung der Schäublone als Wiedererkennungsmerkmal finden häufig verschiedene Protestaktionen gegen die genannte Sicherheitspolitik statt. Kurz nachdem der Begriff entstanden war, äußerten sich beispielsweise Aktivisten vor dem Berliner Reichstagsgebäude im Rahmen einer Kunstaktion unter dem Motto Stasi 2.0 – Der Staat weiß jetzt alles besorgt, während das Bundeskabinett am 18. April 2007 den Entwurf zur Vorratsdatenspeicherung beschloss. Mittels großformatiger Schilder wurden dabei symbolisch sensible Informationen der Bürger preisgegeben und auf mögliche Folgen der Vorratsdatenspeicherung aufmerksam gemacht.
Bei einer weiteren Aktion wurde auf der Internationalen Funkausstellung Berlin 2007 von Aktivisten des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung und dem Chaos Computer Club ein spontanes Go-in über dem Stand der Telekom durchgeführt, wobei neben der Schäublone verschiedene Transparente gehisst wurden.
Im Mai 2007 wurde das Schlagwort bei den Landtagswahlen in Bremen während eines Besuchs von Wolfgang Schäuble massiv auf Wahlplakaten, Protestaktionen und Informationsmaterial eingesetzt.
Besonders laut wurde der Protest gegen die Sicherheitspolitik des Innenministeriums unter starker Präsenz verschiedenster Stasi-2.0-Kampagnen auf den Demonstrationen Freiheit statt Angst, die laut dem Datenschutzbeauftragten Thilo Weichert zur größten Protestaktion für Bürgerrechte und Datenschutz seit dem Volkszählungsboykott von 1987 wurden.
Als Reaktion auf das Vorhaben, Internetseiten zu sperren und dabei geheime Sperrlisten unter Verwaltung des BKA und ohne judikative Kontrolle zu verwenden, entstand im Frühjahr 2009 innerhalb der Netzkultur der Spitzname „Zensursula“ für die Initiatorin und damalige Familienministerin Ursula von der Leyen. Verwendung finden ein ähnliches Logo und die gleiche Schriftart wie bei den Stasi 2.0-Protesten. Jedoch wurde hierbei als Schriftzug „Stasi 2.1“ gewählt, was eine neue Version des Überwachungsstaates verdeutlichen soll. Der Begriff „Zensursula“, als satirische Kombination des Vornamens der Bundesfamilienministerin und des Wortes Zensur (die Netzsperren werden von Kritikern als ineffektiv bezüglich ihres vorgeblichen Zwecks und als nicht rechtsstaatlich kontrolliert angesehen und Teile der entsprechenden Technik als potentieller Teil einer effektiveren Zensur für das Internet angesehen), fand auch außerhalb des deutschsprachigen Raumes Eingang in die Berichterstattung und wurde durch den Song „Zensi, Zensa, Zensursula“ weiter bekannt, der sich auf ironische Weise mit dem Thema Netzsperren befasste.
Netzaktivisten, aber auch Juristen, IT-Fachpresse, eine große Zahl von IT-Fachverbänden, Bürgerrechtler, Missbrauchsopfer, Opferschutzorganisationen und die Opposition sehen in dem Gesetz eine gegen Kinderpornografie unwirksame Maßnahme

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, die allerdings Tätern nützt und gleichzeitig massiv Grundrechte einschränken könnte. Die zur Sperrung errichtete Infrastruktur könne problemlos für weitere Zensur-Maßnahmen verwendet werden, da sie eine Kontrolle unliebsamer Inhalte ermögliche und „Echtzeitüberwachung“ umsetze.
Als sich der damalige Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg bei der Nachrichtensendung Tagesschau negativ über Kritiker der Internetsperrungen äußerte und ihnen indirekt die Förderung von Kinderpornografie unterstellte, brachte ihm das innerhalb der Netzkultur den Spitznamen Guttenzwerg und den Ruf eines Internetausdruckers ein. Im Stil der Stasi 2 bogner jacken 2016.0-Schablone wurde ein ähnliches Motiv mit Guttenberg und dem Text „Ahnungslos. Aber betroffen.“ verbreitet.
Das Logo in Form einer Sprühschablone mit dem Begriff Stasi 2.0 und dem Konterfei von Wolfgang Schäuble wurde von dem Medieninformatiker Dirk Adler entwickelt, vom Weblog dataloo veröffentlicht und entwickelte sich so unter dem Namen Schäublone (Kofferwort aus Schäuble und Schablone) zum Symbol der Protestbewegung.
Kurz darauf entstand auch ein entsprechendes als Platterone bezeichnetes Motiv mit dem Innenminister Österreichs Günther Platter. Außerdem wurden 19 weitere Politikerportraits sowie eine spezielle Schrifttype veröffentlicht.
Das Logo wird bei Demonstrationen gegen staatliche Überwachungsmaßnahmen eingesetzt, wie beispielsweise bei den politischen Kunstaktionen des Chaos Computer Clubs, einem Aktionstag anlässlich Schäubles Besuch in Bremen oder anlässlich einer Protestaktion auf der Internationalen Funkausstellung Berlin 2007 vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung. Das Motiv findet zunehmende Verbreitung als Graffiti oder Aufkleber im öffentlichen Raum zahlreicher Städte (Streetart) und existiert dort auch in mehreren weiterentwickelten Varianten.
Trotz Bedenken seiner Rechtsabteilung gegen das Motiv übernahm der Leipziger Onlineservice Spreadshirt nach zuvoriger Ablehnung doch die Produktion und den Versand von T-Shirts mit dem Motiv der Schäublone. Spreadshirt-Gründer und CEO Lukasz Gadowski setzte sich nachhaltig für den Druck ein:
„Ich respektiere Schäuble und habe Verständnis für die sensible Sicherheitslage. Aber mit Satire müssen Politiker einfach rechnen.“
Der Versand spendete bis Ende Juni 2007 pro verkauftem Hemdchen fünf Euro an den Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, wodurch insgesamt über 11.000 Euro zusammenkamen.
Ende August 2007 wurde ein Informatikstudent, der das Motiv sichtbar auf seinem Auto mit sich führte, von der Polizei wegen anfänglichem Verdacht auf Beleidigung angezeigt, das Bild beschlagnahmt und der Fall an die Münchner Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Das Verfahren ist im Oktober 2007 eingestellt worden.
Im November 2007 brachten einige Fans des Fußballvereins 1. FC Union Berlin im Stadion An der Alten Försterei mit einer Schäublone im Großformat ihren Unmut über zunehmende Überwachung der Fußballfans zum Ausdruck. Um angekündigte Konfrontationen mit den Polizeikräften zu vermeiden, forderte der Ordnungsdienst des Vereins die Fans unter Androhung von Hausverbot auf, besagte Transparente zu entfernen

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, worauf diese mit einem weiteren Transparent mit der Aufschrift Freie Meinungsäußerung? reagierten und anschließend geschlossen das Stadion verließen. Der 1. FC Union entschuldigte sich daraufhin bei den betroffenen Fans und gab an, dass der Ordnungsdienst falsch und überzogen reagiert habe.
Anfang April 2008 wurde in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen eine Fahne mit dem Motiv der Schäublone während eines Fußballspiels gegen den FC Barcelona unter Verweis auf das Hausrecht des FC Schalke 04 eingezogen. Die Fahne wurde in Reaktion auf einen Polizeikessel am Schalker Fanprojekt vor dem Heimspiel gegen den MSV Duisburg am 15. März 2008 mit in das Stadion genommen. Die Polizei würde prüfen, ob Anzeige wegen „Verwendung von verfassungsfeindlichen Symbolen“ erhoben werde, so ein Ordner. Beim Spiel gegen den FC Hansa Rostock am 5. April 2008 waren daraufhin 9 Schäublonen in Form von Fahnen und Doppelhaltern sowie drei Spruchbänder zum Thema Meinungsfreiheit als Reaktion auf den Einzug der Fahne in der Kurve zu sehen. Erneut wurde gebeten, die Schäublonen abzuhängen. Dieser Bitte kam man nicht nach. In der Einsatzstelle im Stadion kam es darauf zu einem Gespräch zwischen dem Vorsänger der Ultras Gelsenkirchen sowie der Polizei. Dort wurde mitgeteilt, dass gegen jeden, der einen solchen Doppelhalter hielt, ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werde. Bei Information der Polizei über die Kampagne „Stasi 2.0“ gab diese zu, dass dies so nicht bekannt gewesen wäre und man das Aufrechthalten der Anzeigen überprüfen werde. Die Verfahren wurden kurze Zeit später eingestellt, da das Bundesministerium nach Anfrage der Staatsanwaltschaft von einem Strafantrag absah.
Kritiker betrachten die Bezeichnung als unangemessene Überspitzung und unzulässige Verharmlosung des Ursprungsbegriffs Stasi, auch im Hinblick auf deren Opfer.
Andere Kritiker sehen die Kritik zu sehr auf einzelne Politiker fixiert. Dabei würde die der Politik zugrunde liegende Kontrollmentalität in der Gesellschaft nicht berücksichtigt werden. Demnach gebe es nicht nur die Interessen des Staates nach Kontrolle, sondern auch eine „Blockwart“-Mentalität innerhalb der Gesellschaft. Geraten wird, die Gründe für diese Mentalität näher zu analysieren: „Wer in der Zeitung über seine Nachbarn lesen will, was sie für sexuelle Gepflogenheiten haben oder wie gemeinschaftsfeindlich sie sich der unkorrekten Mülltrennung schuldig machen, der hat wenig Skrupel, was einen starken, schützenden Staat angeht.“ Zu einer kritischen Betrachtung gehöre auch die Frage, welche Maßnahmen besonders wenig Beachtung in der Gesellschaft erfahren, zum Beispiel bei der geräuschlosen „Erweiterung des kleinen Bundesgrenzschutzes zur riesigen Bundespolizei“. Angesprochen wird dabei die Mentalität in der Gesellschaft gegenüber „Fremden“ und „Minderheiten“ wie Einwanderern.
Schäuble erläuterte seinen Unmut über die Schäublone in einem Interview mit der taz:
„Die Gleichsetzung meiner Person mit der Stasi ist eine Beleidigung.“

St. Katharina (Assinghausen)

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Katharina ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in Assinghausen, einem Ortsteil der Stadt Olsberg im Hochsauerlandkreis, in Nordrhein-Westfalen.

Eine Vorgängerkirche unter dem Patrozinium des hl. Petrus ist seit 1300 belegt. In diesem Jahr erhielt die Gemeinde einen von mehreren Bischöfen in Rom signierten Ablassbrief. Dieser Brief sollte Gläubige anlocken und somit Geld in die Kirchenkasse bringen. Die Kirche war ein romanischer Bau mit einem Kirchturm, und sie stand inmitten eines Friedhofes. In einem Lagerbuch von 1830 findet sich folgende Beschreibung: Die Pfarrkirche zu Assinghausen liegt auf dem Kirchhofe, von demselben ganz umgeben, massiv gebaut, mit einem steinernen Gewölbe und Schiefer gedeckt, nebst Thurm, der zwar noch zusammenhängt, aber ganz baufällig ist. Die Kirche ist auch für die Seelenzahl des Kirchspiels viel zu klein, es ist dringend nötig, dass neu gebaut werden muss. Aus den Jahrhunderten nach dem Ablassbrief sind für die Kirche keine weiteren Dokumente überliefert. Vermutlich sind diese bei einem Brand der Kirche in Brunskappel im Jahr 1764 zerstört worden. Assinghausen gehörte zu der Zeit zu Brunskappel. Einzige Überlieferung ist die Abschrift einer Notiz, die durch den Pater Benedict Peters aus Bruchhausen getätigt wurde und im Staatsarchiv Münster aufbewahrt wird. So wurde die Kirche 1580 umfangreich restauriert. Das hölzerne Flachdach wurde abgerissen und die Seitenwände aufgemauert. Es wurde ein mit Schiefer gedecktes Dach gebaut und ein Gewölbe aus Stein eingezogen. Diese Arbeiten kamen fast einem Kirchenneubau gleich. Die Gemeinde gehörte von 1600 bis 1773 zu Brunskappel, da der überwiegende Teil der Bevölkerung Assinghausens evangelisch war und der Unterhalt einer eigenen Pfarrei nicht lohnte. Danach war die Pfarrei wieder kirchenrechtlich selbstständig. Die Wände der alten Kirche waren durch neun Fenster gegliedert, sie war mit einem Altar, einer kleinen Orgel, einem Predigtstuhl und einem Taufstein ausgestattet. Es waren sechzig Kirchenbänke aufgestellt, im mit einer Uhr ausgestatteten Turm hingen drei Glocken und eine im Dachreiter. Zu den sakralen Gegenständen gehörten eine Monstranz aus partiell vergoldetem Silber, ein Ciborium sowie zwei Kelche.
Die alte romanische Kirche verursachte wegen der schlechten Bausubstanz hohe Kosten, und sie wurde auf Dauer, wegen der wachsenden Zahl der Gläubigen aus drei Gemeinden, zu klein. Um eine größere Kirche bauen zu können, musste der Friedhof verlegt werden. Wegen der hohen Sterblichkeit und der Platzverhältnisse lag die Ruhezeit auf dem alten Friedhof noch bei 14 Jahren (heute um die 30 Jahre). Der neue Friedhof wurde 1868 an die Straße nach Bruchhausen verlegt. Erste Pläne und ein Kostenvoranschlag lagen im August 1864 vor, allerdings fehlte für einen Baubeginn das Geld, auch die Filialgemeinden weigerten sich, einen Beitrag zu leisten. Beim Oberpräsidenten der Provinz Westfalen wurde die Genehmigung zur Durchführung einer Hauskollekte beantragt, die 1868 auf sechs Monate genehmigt wurde. Bei dieser Kollekte waren bis zu 28 Geldeinsammler in den Bereichen der königlichen Regierung in Münster und Minden unterwegs. Insgesamt wurden 6170 Reichstaler gesammelt. Der Grundstein wurde am 11. Juni 1872 vom Landdechanten Grimme aus Düdinghausen gelegt. Für die Bauzeit wurde als Notkirche die sogenannte Aschenhütte hinter dem Josefshaus eingerichtet. Dieses Provisorium wurde zehn Jahre lang genutzt. Beim Bau gab es immer wieder Schwierigkeiten, die zu Verzögerungen führten. Der Bauunternehmer Gutmann stellte die Arbeiten wegen finanzieller Schwierigkeiten zehn Tage nach der Grundsteinlegung ein. Bis dahin waren die Fundamentmauern und ein kleiner Teil der Wände fertiggestellt. Ein gegen ihn angestrengter Prozess dauerte mehrere Jahre und wurde wegen des Konkurses des Bauunternehmers 1877 beendet. Wegen des 1871 begonnenen Kulturkampfes wurde der schon seit etwa zwanzig Jahren in Assinghausen arbeitende Pfarrverweser Schocke von der preußischen Regierung nicht anerkannt. Kirchliche Amtshandlungen durfte er nicht durchführen, und die Kirchenbücher wurden beschlagnahmt. In dieser Zeit wurden die Gottesdienste heimlich abgehalten, und die traditionelle Fronleichnamsprozession wurde ohne Geistlichen durchgeführt. Die Bauarbeiten an der angefangenen Fundamentruine ruhten fast sieben Jahre. Die Baustelle wurde im Februar 1879 von einem Gutachter bewertet. Er machte Vorschläge zu Einsparungen bei einem Weiterbau. Der Bauunternehmer Schmitz aus Daseburg erhielt den Auftrag zum Weiterbau, die veranschlagten Baukosten beliefen sich auf etwa 40.000 Reichsmark. Von Paderborn wurde zusätzlich der Anbau einer Sakristei angeordnet. Als Baumaterial dienten Bruchsteine aus Steinbrüchen zwischen Olsberg und Assinghausen. Der Bausand, ein sogenannter schwefelhaltiger Bukesand, wurde von den Gruben Gottesgabe und Hammerwäsche in Wulmeringhausen kostenlos zur Verfügung gestellt. Mit diesem Sand waren zu Bauzwecken noch keine Erfahrungen gemacht worden, die Auswirkungen wurden einige Jahrzehnte später sichtbar. Durch den Sand blühte der Putz auf und löste sich, der Mörtel wurde morsch.
Der auf einer Anhöhe gelegene neugotische Bau wurde von 1872 bis 1882 an der Stelle einer Vorgängerkirche nach alten Plänen von Carl Schäfers unter der Bauleitung von Arnold Güldenpfennig in Bruchstein errichtet. Die vorläufige Benediktion nahm der Landdechant Grimme aus Düdinghausen vor, die Konsekration erfolgte am 15. Juli 1890 durch Weihbischof Gockel aus Paderborn, der dann auch zur selben Zeit 517 Gläubigen im Alter von 12 bis 30 Jahren die Firmung spendete. Güldenpfennig legte Wert auf die Verwendung regionaler Baumaterialien wie Bruchsteine und Werksteine aus der Umgebung. Nach erfolgreicher Ausschreibung erhielt der Bauunternehmer Gutmann aus Warburg den Zuschlag bogner jacken 2016. Die Kirche ist für ein Dorf dieser Größe recht groß. Sie wurde auch für die Nutzung durch die Filialgemeinden Bruchhausen und Wulmeringhausen konzipiert. Der Turm und die Strebepfeiler wurden in Eckquaderung ausgeführt. Der Saal mit 5/8-Schluss verzweigt in zwei kurze Querarme. Über der Vierung steht der Dachreiter. Der Innenraum von drei Jochen wurde gratgewölbt. In die Apsis wurde ein Rippengewölbe eingezogen. Bei der Renovierung 1952 wurden die Seitenwände neu verputzt, die Erhaltung der beschädigten Ausmalung war mit damaligen Methoden nicht möglich. Gleichzeitig wurde das Mittelfenster im Chor zugemauert mit der Begründung, die Besucher würden durch einfallendes Sonnenlicht geblendet. Der Münchener Kirchen-Innenarchitekt Albert Stempfle bewog den Kirchenvorstand zu umfangreichen Änderungen. Das Gewölbe mit der Darstellung des himmlischen Jerusalems war nicht mit schwefelhaltigem Sand gebaut worden, es hätte erhalten werden können, wurde aber getüncht. Hochaltar, Kommunionbank und der Taufstein waren aus Sandstein, sie wurden zerbrochen, weil sie nach Meinung Stempfles nicht mehr zeitgemäß waren. Die beiden Seitenaltäre aus Holz wurden weggeschenkt. Einige der in Weiß und Gelb ausgeführten alten Glasfenster wurden durch blau-violette ausgetauscht. Die Gipsfiguren der Heiligen Maria, Michael, Franziskus, Antonius

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, Aloysius, der kleinen Theresa und des Heiligsten Herzens Jesu wurden entfernt; über deren Verbleib gibt es keine Erkenntnisse. Architekt Stempfle erhielt von Pfarrer Mandel für die Innenrenovierung treuhänderisch eine größere Geldsumme, vor Beendigung der Renovierung setzte sich Stempfle mit dem Geld in die damalige DDR ab. Die Renovierung musste teilweise zweimal finanziert werden. 1956 bekamen die großen Bleiglasfenster im Querschiff neue farbige Mittelteile mit den Darstellungen der Heiligen Franziskus und Benedikt. Anfang der 1960er Jahre wurde der alte Baumbestand im Außenbereich gefällt und durch Grünflächen und asphaltierte Wege ersetzt. Es wurden Ruhebänke aufgestellt. Eine Reliquie von Papst Pius X. bekam die Gemeinde 1963, sie wurde in den Hauptaltar eingesetzt. Zu diesem Zweck wurde ein Papstwappen aus Messing angefertigt. Die Reliquie ist zurzeit im rechten Seitenaltar untergebracht. Später wurden die Dächer des Turmes und der Kirche neu verschiefert, die Zinkdachrinnen wurden durch solche aus Kupfer ersetzt. Durch Sandstrahlen wurde der marode Mörtel so tief wie möglich aus den Fugen entfernt, die dann neu verfugt wurden. Der Hauptaltar entsprach 1993 immer noch nicht den liturgischen Anforderungen der Beschlüsse des letzten Konzils. Der Altar wurde abgebrochen und durch einen Zelebrationsaltar aus rotem Sandstein ersetzt. Der Chorraum wurde erhöht, das ehemals vermauerte Chorfenster wurde wieder geöffnet. Das hinter der Vermauerung erhaltene Fenster von 1882 wurde durch ein farblich zu den bereits vorhandenen Fenstern passendes ersetzt. Das Ergebnis ist umstritten. Bei dieser Renovierung wurde das Gitter im hinteren Bereich des Gebäudes, das unbefugte Besucher am Betreten des Innenraumes hindern soll, entfernt. Die Renovierung fand im Februar 1994 ihren Abschluss, Weihbischof Bode weihte aus diesem Anlass den neuen Altar. Wegen der anerkannt guten akustischen Eigenschaften werden in der Kirche gelegentlich Tonaufnahmen produziert.
Der barocke Altar der alten Kirche stammte ursprünglich aus dem Kloster Grafschaft, er passte stilistisch nicht in die neue Kirche. Ein Altar aus Sandstein wurde angefertigt und mit vier Heiligenfiguren bestückt, die in Nischen standen. Von diesen Figuren sind drei erhalten, sie stehen an der Brüstung der Orgelbühne. Es handelt sich um die Figuren der Heiligen Liborius, Cyriakus und Nikolaus. Der Verbleib der Katharina ist nicht überliefert. Im linken Querschiff stand der Marienaltar und im rechten Querschiff der Josefsaltar, beide waren in Form und Stilgebung auf den Hauptaltar abgestimmt. Der liturgisch vorgeschriebene Zelebrationsaltar wurde aus rötlichem Sandstein gefertigt und 1994 aufgebaut. Er ist mit einem Relief verziert, das den brennenden Dornbusch zeigt, dahinter sind die Gesetzestafeln angedeutet. Die Stelle des Hauptaltares nahm eine Sakramentsstele ein. Deren neugotischer Aufsatz erinnert an den alten Altar aus Sandstein von 1882. Der Aufsatz stand ursprünglich in der abgebrochenen St.-Josef-Kirche in Dortmund-Berghofen. Er wurde umfangreich renoviert. Das Relief am Unterbau der Stele zeigt das pilgernde Volk Gottes, darüber eine umgekehrte Muschel. Dies ist ein Hinweis auf den alten Pilgerweg nach Santiago de Compostela, der durch den Ort führte. Der ehemalige Marienaltar wurde auf eine Konsole reduziert, darauf steht eine Schutzmantelmadonna ted baker deutschland, die von einem Bildschnitzer aus dem Grödnertal angefertigt wurde.
Die Kirche wurde 1891 vom Kirchenmaler Guntermann ausgemalt. Dominierend war das Bild des sogenannten Himmlischen Jerusalems, das in der Kuppel zu sehen war, es waren die Dreifaltigkeit, die vier Evangelisten sowie die 24 Ältesten dargestellt. Das Gewölbe außerhalb der Kuppel war als Firmament mit reicher Bemalung an Sternen dargestellt. Die Wand über dem Marienaltar wurde mit einem monumentalen Wandbild mit der Aufnahme Marias in den Himmel bemalt. Eine Darstellung des letzten Abendmahles befand sich im rechten Teil des Querschiffes. Die Kirche war insgesamt bis in den letzten Winkel ausgemalt und wirkte dadurch überladen. Durch die unsachgemäße Verwendung von außen nicht verputzten Schieferbruchsteinen drang Feuchtigkeit nach innen, und es zeigten sich Schäden an den Malereien. Der schwefelhaltige Bausand schädigte den Verputz, auf dem die Malereien angebracht waren. Der Putz fiel Ende der 1940er Jahre großflächig von den Wänden und zerstörte die Arbeiten endgültig. Von der Ausmalung sind einige Schwarzweißfotos überliefert.
51.305258.5036111111111Koordinaten: 51° 18′ 18,9″ N, 8° 30′ 13″ O

Curt Elze

Curt Elze (* 16. Februar 1885 in Halle; † 9. April 1972 in Kassel) war ein deutscher Anatom, Hochschullehrer und Rektor der Universität Rostock.

Curt Elze war der Sohn des Juristen Curt Elze (1852–1937) und dessen Ehefrau Lina (1857–1936), geborene Frenkel. Sein jüngerer Bruder war der Offizier und Militärhistoriker Walter Elze. Seine Schullaufbahn beendete Elze 1902 mit dem Abitur in seiner Heimatstadt. Danach absolvierte er ein Studium der Medizin an den Universitäten Freiburg und Halle bogner skijacke, dass er 1907 mit dem medizinischen Staatsexamen abschloss. Nach dem Medizinalpraktikum wurde er im Dezember 1908 zum Dr. med. promoviert und im Monat darauf approbiert. Anschließend war er erster Prosektor an der Universität Wien und von 1912 bis 1921 an der Universität Heidelberg, wo er sich 1912 in Anatomie habilitierte und Privatdozent wurde. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges leistete er zunächst als Truppenarzt Kriegsdienst und ab 1916 Dienst in einem Heidelberger Lazarett. Im Oktober 1918 wurde er in Heidelberg zum außerordentlichen Professor ernannt und wechselte im April 1921 als Prosektor an die Universität Gießen, wo er ebenfalls als außerordentlicher Professor wirkte.
Im Oktober 1921 wurde er auf den Lehrstuhl für Anatomie der Universität Rostock berufen, wo er als Direktor auch dem anatomischen Institut vorstand. An der medizinischen Fakultät war er 1926/27 Dekan. Von März 1931 bis Februar 1932 war er zunächst Rektor und danach ein Jahr Prorektor der Universität Rostock. Zur Zeit des Nationalsozialismus trat er 1934 dem NS-Lehrerbund bei und gehörte auch der NSV und dem Reichsluftschutzbund an. Mitglied der Partei wurde er erst Anfang April 1940 (Mitgliedsnr. 8.007.883).
Im Oktober 1936 wechselte er auf den Lehrstuhl für Anatomie nach Gießen und wurde vom örtlichen Dozentenschaftsleiter folgendermaßen beurteilt: „Er hat früher dem Nationalsozialismus in ablehnender Weise gegenüber gestanden, ich habe jedoch den Eindruck gewonnen, daß er in klarer Weise erkannt hat, was der Nationalsozialismus für Deutschland und die Welt bedeutet“.
Ab April 1940 lehrte er als ordentlicher Professor Universität Würzburg, wo er dem anatomischen Institut als Direktor vorstand. Übergangsweise leitete er auch das rassenbiologische Institut der Universität. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nahm er seine Lehrtätigkeit in Würzburg 1947 wieder auf und wurde dort 1952 emeritiert.
Seine Forschungsschwerpunkte waren „makroskopische Anatomie, die anatomische Präparierkunst und die Medizingeschichte“. Er gab von 1934 bis 1967 die Zeitschrift für Anatomie und Entwicklungsgeschichte heraus sowie von 1938 bis 1967 die Ergebnisse der Anatomie und Entwicklungsgeschichte. Er übernahm ab 1932 von Hermann Braus die Weiterführung des Lehrbuchs Anatomie des Menschen und war Autor diverser Fachveröffentlichungen zur Anatomie, Entwicklungsgeschichte und Medizinhistorie.
Seit 1916 war er mit Annemarie (* 1892), geborene Keil, verheiratet. Das Paar bekam zwei Söhne und zwei Töchter. Ein Sohn war der Hamburger Theologieprofessor Martin Elze bogner jacken 2016. Zweiter Sohn war der Historiker und Hochschullehrer Reinhard Elze.

Kanadische Unterhauswahl 1980

Die 32. kanadische Unterhauswahl (engl. 32nd Canadian General Election, frz. 32e élection fédérale canadienne) fand am 18. Februar 1980 statt. Gewählt wurden 282 Abgeordnete des kanadischen Unterhauses (engl. House of Commons, frz. Chambre des Communes). Die Wahl war notwendig geworden, weil die progressiv-konservative Minderheitsregierung von Joe Clark an einem Misstrauensvotum gescheitert war. Die von Pierre Trudeau angeführte Liberale Partei konnte die absolute Mehrheit erringen und stellte nach etwas mehr als acht Monaten Unterbrechung erneut die Regierung.

Seit der Wahl im Mai 1979 war Premierminister Joe Clark immer wieder wegen seiner Unerfahrenheit kritisiert worden. Um eine stabile Regierung bilden zu können, wäre er auf die Unterstützung der sechs Abgeordneten der Social Credit Party angewiesen gewesen, doch verweigerte er die Zusammenarbeit. Als Finanzminister John Crosbie ein Budget vorstellte, das entgegen den Wahlversprechen die Erhöhung der Benzinsteuer vorsah, brachte Bob Rae von der Neuen Demokratischen Partei (NDP) ein Misstrauensvotum ein bogner jacken 2016, das mit 139 zu 133 Stimmen angenommen wurde.
Pierre Trudeau hatte nach der letzten Wahl seinen Rücktritt als Parteivorsitzender der Liberalen angekündigt. In der Zwischenzeit war aber noch kein Nachfolger gewählt worden, weshalb er seine Ankündigung wieder zurückzog. Trudeau führte die Liberalen zum Sieg. Allerdings brachte das Wahlergebnis eine deutliche Trennung des Landes: Mehr als die Hälfte der liberalen Abgeordneten stammten aus Québec (wo sie in 74 von 75 Wahlkreisen gewonnen hatten), während die Partei in Westkanada fast gar nicht vertreten war. Umgekehrt verhielt es sich bei den Progressiv-Konservativen: Großen Erfolgen im Westen standen lediglich vereinzelte Sitze im Osten gegenüber.
Die NDP erzielte ihr bisher bestes Ergebnis. Hingegen verlor die Social Credit Party, deren Stimmenthaltung beim Misstrauensvotum die vorgezogene Neuwahl erst notwendig gemacht hatte, sämtliche verbleibenden Sitze und sank in der Folge in die völlige Bedeutungslosigkeit ab. Für Aufsehen sorge der Wahlerfolg der Spaßpartei Parti Rhinocéros, die über 1 % der Wählerstimmen erhielt (in Québec sogar 3 %).
Die Wahlbeteiligung betrug 69,3 %.
1867 | 1872 | 1874 | 1878 | 1882 | 1887 | 1891 | 1896 | 1900 | 1904 | 1908 | 1911 | 1917 | 1921 | 1925 | 1926 | 1930 | 1935 | 1940 | 1945 | 1949 | 1953 | 1957 | 1958 | 1962 | 1963 | 1965 | 1968 | 1972 | 1974 | 1979 | 1980 | 1984 | 1988 | 1993 | 1997 | 2000 | 2004 | 2006 | 2008 | 2011 | 2015

Norfolk and Western Railway

Die Norfolk and Western Railway (NW, N&W) ist eine ehemalige Class-I-Bahngesellschaft in der Osthälfte der Vereinigten Staaten. Sie entstand 1870, als verschiedene Bahngesellschaften, darunter die 1836 gegründete City Point Railroad bogner jacken 2016, zur Atlantic, Mississippi and Ohio Railroad fusionierten. Diese wurde 1881 in Norfolk and Western Railroad und 1896 schließlich in Norfolk and Western Railway umbenannt. Sie betrieb 1981 ein Streckennetz von 7800 Meilen (ca. 12550 km), das sich von Norfolk bis Buffalo, Chicago, Omaha und Kansas City erstreckte. Die Bahngesellschaft existiert nominell noch heute, wurde jedoch am 31. Dezember 1990 durch die Norfolk Southern Railway gepachtet und ist zu 100 % in Besitz dieser Bahngesellschaft.

Am 12. November 1870 entstand die Atlantic, Mississippi and Ohio Railroad (AM&O) durch Fusion mehrerer Bahngesellschaften in Virginia, und zwar der Norfolk and Petersburg Railroad, der South Side Railroad, der Virginia and Tennessee Railroad und der Virginia and Kentucky Railroad. Die neue Bahngesellschaft besaß eine 657 Kilometer lange 1858 fertiggestellte Hauptstrecke von Norfolk an der Atlantikküste über Petersburg und Lynchburg nach Bristol an der Grenze nach Tennessee, eine rund 16 Kilometer lange Zweigstrecke von Petersburg nach City Point sowie eine ebenfalls etwa 16 Kilometer lange Zweigstrecke von Glade Spring nach Saltville. Die Spurweite des Netzes betrug 1524 Millimeter („Russische Breitspur“). Die Virginia&Kentucky wollte diese Strecke nach Kentucky verlängern, was jedoch nicht ausgeführt wurde. Stattdessen überstand die AM&O die Wirtschaftskrise von 1873 nur schwer und musste 1876 in Konkurs gehen. Am 10. Februar 1881 wurde die Gesellschaft an die Bankiersfamilie Clark in Philadelphia verkauft, die bereits die Shenandoah Valley Railroad besaß.
Die Bahngesellschaft wurde am 3. Mai 1881 in Norfolk and Western Railroad umbenannt und das Hauptquartier der Gesellschaft von Norfolk nach Big Lick, heute Roanoke, verlegt. Am 9. Mai 1882 fusionierten die New River Railroad of Virginia, die New River Railroad of West Virginia und die East River Railroad of West Virginia mit der N&W. Alle drei Gesellschaften waren gegründet worden, um eine Bahnstrecke von Roanoke in die Kohlereviere in West Virginia zu bauen, was in den 1880er Jahren dann durch die Norfolk&Western geschah. Ab dieser Zeit war Kohle das Haupttransportgut der Bahngesellschaft.
In den 1880er Jahren erfolgte in den ganzen Südstaaten der USA die Umspurung von 1524 auf 1448 Millimeter Gleisspurweite. Auch die Norfolk&Western baute ihre Strecken in dieser Zeit um.
Am 1. Februar 1890 erwarb die N&W die Scioto Valley and New England Railroad, deren 200 Kilometer lange Hauptstrecke von Columbus nach Coal Grove in Ohio führte. Auch die Shenandoah Valley Railroad mit ihrer Bahnstrecke von Roanoke nach Hagerstown (Maryland) wurde am 30. September 1890 in die N&W eingegliedert. Die Norfolk&Western pachtete außerdem verschiedene Bahngesellschaften, nämlich 1892 die Lynchburg and Durham Railroad und die Roanoke and Southern Railroad sowie 1893 die Columbus Connecting and Terminal Railroad. Damit dehnte sich das Netz nach Süden bis Winston-Salem und Durham (beide North Carolina) aus. 1892 ging eine Neubaustrecke von New Kanawha zum Ohio River in Betrieb, womit die bis dahin isolierte Strecke der Scioto Valley&New England an das Streckennetz angebunden war.
Am 24. September 1896 erfolgte die endgültige Umbenennung der Gesellschaft in Norfolk and Western Railway. Ab 1900 begann die Pennsylvania Railroad, Anteile an der Norfolk&Western zu kaufen. Die Gesellschaft erwarb in den darauf folgenden Jahren weitere vor allem kleinere Bahngesellschaften, und zwar
Um 1908 spurte die Norfolk&Western ihr gesamtes Netz auf Normalspur (1435 mm) um.
Um konkurrenzfähiger zu sein, elektrifizierte die N&W in der Zeit von 1915 bis 1924 etwa 90 Kilometer ihrer Bahnstrecke von Iaeger nach Bluefield in West Virginia. Die bergige Strecke konnte so schneller und mit höherer Kapazität befahren werden. Erst eine Neutrassierung der Strecke 1950 brachte das Ende des elektrischen Betriebs. Am 12. Oktober 1923 erwarb die N&W alle Anteile der Big Sandy and Cumberland Railway, eine Fusion unterblieb jedoch zunächst. Als Tochtergesellschaft wurde am 10. November 1924 die Buck Creek Railroad gegründet, die eine Bahnstrecke in Martin County (Kentucky) baute und die am 7. November 1936 mit der N&W fusionierte.
Daneben wollte die N&W am 3. Juli 1925 ihre langjährige Konkurrentin, die Virginian Railway, pachten, was jedoch durch die Interstate Commerce Commission aus Wettbewerbsgründen untersagt wurde. 1959 versuchte man erneut eine Fusion und am 1. Dezember 1959 konnte diese mit Genehmigung der ICC vollzogen werden. Kurz darauf endete auch der elektrische Betrieb eines Streckenabschnittes der Virginian. 1962 erwarb die N&W noch einen Konkurrenten, die Atlantic and Danville Railroad, die gleichzeitig in Norfolk, Franklin and Danville Railroad umbenannt wurde. Der größte Teil der 340 Kilometer langen Hauptstrecke dieser Bahngesellschaft wurde stillgelegt.
Als Kohletransporteur fuhr die Norfolk&Western noch bis weit in die 1950er Jahre mit Dampflokomotiven und stellte ihren Fuhrpark erst dann nach und nach auf Dieselloks um.
Eine der größten Fusionen von Bahngesellschaften erfolgte am 16. Oktober 1964. Die Norfolk&Western, bis dahin hauptsächlich in Virginia, West Virginia und Ohio, dehnte ihr Netz schlagartig um über 5000 Meilen aus. Sie erwarb an diesem Tag die New York, Chicago and St. Louis Railroad („Nickel Plate“), die Wabash Railroad, die Pittsburgh and West Virginia Railroad, die Akron, Canton and Youngstown Railroad sowie die Strecke von Columbus nach Sandusky (Ohio) von der Pennsylvania Railroad.
Eine weitere größere Fusion wurde am 31. August 1965 angekündigt. Sie sollte die Norfolk&Western, die Chesapeake and Ohio Railway, die Baltimore and Ohio Railroad und die Western Maryland Railway umfassen. Weiterhin schlug man vor, diese Fusion auf die Reading Company, die Central Railroad of New Jersey, die Erie Lackawanna Railroad, die Delaware and Hudson Railway und die Boston and Maine Railroad auszudehnen. Hierzu gründete die N&W eine Holdinggesellschaft Dereco, zusammengesetzt aus den Initialen einiger der zu fusionierenden Bahngesellschaften. Diese Holdinggesellschaft erwarb die Erie Lackawanna und die Delaware&Hudson. Nachdem 1970 jedoch die Pleite der Penn Central zahlreiche Bahngesellschaften im Nordosten mit in den finanziellen Absturz gerissen hatte, gaben die Norfolk&Western und die Chesapeake&Ohio am 22. April 1971 die Fusionspläne offiziell auf. Die Holdinggesellschaft wurde wieder aufgelöst und die Erie Lackawanna an Conrail und die Delaware&Hudson an Guilford Transportation verkauft.
Erst am 1. September 1981 erfolgte eine weitere Fusion, und zwar mit der Illinois Terminal Railroad. Nach dem Scheitern der Fusion mit der Chesapeake&Ohio sollte nun die Southern Railway als große Partnergesellschaft fungieren. Am 1. Juni 1982 wurden beide Bahngesellschaften Töchter der neugegründeten Norfolk Southern Corporation mit Sitz in Norfolk. Am 31. Dezember 1990 wurde die Norfolk&Western eine Tochtergesellschaft der Southern Railway, die gleichzeitig in Norfolk Southern Railway (NS) umbenannt wurde. Am gleichen Tag endete die Betriebsführung der Norfolk&Western auf ihren Strecken, die an die NS überging.

Mayall II

Mayall II, auch bekannt als G1, ist ein Kugelsternhaufen in der Andromeda-Galaxie bogner daunenjacke 2016.
Er befindet sich in einer Entfernung von 130.000 Lichtjahren vom Zentrum der Andromeda-Galaxie und ist rund 2,5 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt MCM Rucksack 2016. Er ist der (absolut) hellste Kugelsternhaufen in der Lokalen Gruppe. Seine scheinbare Helligkeit beträgt +13,81 mag. G1 hat die doppelte Masse von Omega Centauri.
Aufgrund der großen Metallizität und deren hohen Variabilität innerhalb des Haufens – was auf mehrere Sterngenerationen und eine langanhaltende Sternentstehungsphase hindeutet – gibt es begründete Zweifel daran, ob G1 wirklich ein Kugelsternhaufen ist, oder ob es sich vielmehr um das Zentrum einer Zwerggalaxie handelt, deren Randgebiete durch die Andromeda-Galaxie konsumiert wurden.
Mayall II ist benannt nach Nicholas Mayall und Olin Jeuck Eggen, die den Sternhaufen 1953 entdeckten.
Die Bezeichnungen SKHB 1 geht auf Wallace L. W. Sargent, C.T. Kowal, F.D.A bogner jacken 2016. Hartwick und Sidney van den Bergh zurück, die 1977 auch die Bezeichnung G1 (globular cluster) einführten.
Der Name HBK 0-1 geht auf J.P. Huchra, J.P. Brodie und S.M. Kent (1991) zurück.

Spannend erzählt

Spannend erzählt war eine der populärsten Buchreihen der DDR aus dem Verlag Neues Leben in Berlin.
Die Bücher der Reihe richteten sich vorwiegend an Jugendliche. Sie erschienen anfangs in Halbleinen mit Schutzumschlag sowie später in gebundenem Format ohne Schutzumschlag, und waren illustriert. Es wurden sowohl Neuerscheinungen als auch Wiederveröffentlichungen und Übersetzungen veröffentlicht.
Die Reihe erschien von 1953 bis 1991 und wurde dann aufgrund der Abwicklung des Verlags eingestellt, welcher erst 2004 innerhalb der Eulenspiegel Verlagsgruppe wiederauflebte. Der Name der zunächst nicht nummerierten Reihe lautete Das neue Abenteuer. Spannend erzählt. (Die Reihe sollte jedoch nicht mit der Buchreihe Das neue Abenteuer rund um die Welt vom Kinderbuchverlag Berlin oder der Heftreihe Das neue Abenteuer verwechselt werden.) Mit dem 21. Band wurde der Vorsatz Das neue Abenteuer weggelassen. Später wurden die Nummern hinzugefügt, auch rückwirkend bei allen Nachauflagen. Es erschienen etwa sechs neue Bücher pro Jahr bogner jacken 2016, dazu kam noch eine wechselnde Zahl von späteren Auflagen.
Beginnend 2005 wurde die Reihe fortgesetzt. Neben bereits in der alten Reihe erschienenen Bänden sollen auch Titel aufgelegt werden, die bis 1991 in anderen Buchreihen des Verlages erschienen sind. Die ersten Titel erschienen im Softcover-Einband.
Anmerkung: Manche Nummern wurden bei verschiedenen Auflagen unterschiedlich angegeben. Gleiches gilt für das Jahr der Erstausgabe. Einige im Jahr 2005 erschienene Bände waren nicht nummeriert.

Liste der Biografien/Muller, S

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Mua – Mub – Muc – Mud – Mue – Muf – Mug – Muh – Mui – Muj – Muk – Mul – Mum – Mun – Muo – Mup – Muq – Mur – Mus – Mut – Muu – Muv – Muw – Mux – Muy – Muz
Mula – Mulb – Mulc – Muld – Mule – Mulf – Mulg – Mulh – Muli – Mulj – Mulk – Mull – Mulm – Muln – Mulo – Mulr – Muls – Mult – Mulu – Mulv – Muly – Mulz
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Mulled – Mullej – Mullen – Muller – Mulley
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The Jacobite

Der The Jacobite (auch als Jacobite Steam Train bezeichnet) ist ein dampfbetriebener Museumszug in Schottland, der von Fort William nach Mallaig auf einem Teilabschnitt der West Highland Line verkehrt. Benannt ist der Zug nach den Jakobiten, deren letzter Aufstand gegen die britische Krone in Glenfinnan, einem Ort an der vom Zug befahrenen Strecke, begann. Betreiber des Zuges ist die Gesellschaft West Coast Railway Company, die in Großbritannien auf verschiedenen Strecken dampfgeführte Charterzüge betreibt.

Nach dem regulären Ende des Dampfbetriebs auf der West Highland Line Anfang der 1960er Jahre bot British Rail erstmals wieder im Sommer 1984 einen dampfbespannten Zug auf der Strecke von Fort William nach Mallaig an. Der Zug erhielt den Namen „The West Highlander“ und wurde von den Fahrgästen sehr gut angenommen. Einige Jahre später erhielt der Zug den Namen „The Lochaber“, nach der Region Lochaber rund um Fort William. Mit der Privatisierung von British Rail infolge des Railways Act 1993 wurde auch der Dampfbetrieb auf der West Highland Line privatisiert. West Coast übernahm den Zug 1995 und gab ihm den heutigen Namen. Seit 2011 wird zusätzlich an Werktagen ein zweites Zugpaar angeboten Bogner Outlet, das am Nachmittag in Fort William beginnt und am Abend von Mallaig zurück fährt Bogner Jacken Sale.
Der Zug startet in Fort William nahe dem Ben Nevis, Großbritanniens höchstem Berg, passiert den westlichsten Bahnhof Großbritanniens (Arisaig) bogner jacken 2016, führt am tiefsten Süßwassersee (Loch Morar) und am kürzesten Fluss (Morar) Großbritanniens vorbei nach Mallaig. Die Streckenlänge für Hin- und Rückfahrt beträgt 135 Kilometer. Die Reise dauert rund zwei Stunden für die einfache Strecke.
Unterwegs hält der Zug in Glenfinnan, wo Bonnie Prince Charlie während des letzten Jakobiten-Aufstandes 1745 seine Standarte aufstellte 2016 fußballtrikots. Kurz vor dem Bahnhof führt die Strecke über den vor allem aus den Harry-Potter-Filmen bekannten Glenfinnan Viaduct. Der Viadukt hat 21 Bögen, von denen man einen guten Ausblick über Loch Shiel hat. Im Bahnhof Glenfinnan hält der Zug etwa 20 Minuten, so dass man das im Bahnhof beheimatete Museum besichtigen kann. Es zeigt Exponate und Bilder vom Bau der Strecke.
Danach hält der Zug in Arisaig und dem Endbahnhof Mallaig. An Tagen mit guter Aussicht kann man die Kleinen Inseln Rum, Eigg, Muck und Canna sowie den südlichen Teil der Insel Skye sehen.
Der Zug wird von verschiedenen Dampflokomotiven gezogen, unter anderem von der LNER-Klasse B1 Nr. 61264, der LNER-Klasse K1 Nr. 62005 oder der LMS-Klasse 5 Nr. 45231. Die Zuggarnitur besteht aus Wagen des Typs Mark 1, dem von British Rail in den 1950er Jahren beschafften Standardtyp.

Freiberg am Neckar

Freiberg am Neckar ist eine Stadt in Baden-Württemberg im Landkreis Ludwigsburg. Nachbarstädte sind Ludwigsburg im Süden, Bietigheim-Bissingen im Westen, Ingersheim im Norden und Marbach am Neckar im Osten, alle jeweils rund 5 km entfernt gelegen.

Die Stadt Freiberg am Neckar besteht aus den ehemals selbständigen Gemeinden Beihingen am Neckar, Geisingen am Neckar und Heutingsheim. Zur ehemaligen Gemeinde Beihingen am Neckar gehören das Dorf Beihingen am Neckar sowie die abgegangene Ortschaft Bruderhaus. Zur ehemaligen Gemeinde Geisingen am Neckar gehört das Dorf Geisingen am Neckar. Zur ehemaligen Gemeinde Heutingsheim gehören das Dorf Heutingsheim und das Haus Rosenau sowie die abgegangene Burg Kasteneck.
Freiberg am Neckar erstreckt sich von einer Flussbiegung des Neckars im Norden der Stadt auf die nach Süden und Westen angrenzenden Höhenzüge hinauf. Sie ist eine typische Kleinstadt in der wohlhabenden, verkehrsgünstig gelegenen Peripherie einer Großstadtregion. Das Stadtbild ist zum einen geprägt von Wohngebieten mit Einfamilienhäusern und kleinen Mehrfamilienhäusern, zum anderen von Verkehr und einem Kranz von Gewerbegebieten. Durch die Stadt läuft die Autobahn A 81 Bogner Online Shop.
Auf den Hügeln um die Stadt herum herrscht eine ausgeräumte Landschaft vor. Die fruchtbaren Lehm-Kalkböden eignen sich gut zur intensiven landwirtschaftlichen Nutzung. Die bäuerlichen Betriebe liegen inmitten von Feldern und Obstanbaugebieten locker verteilt außerhalb des geschlossenen Stadtgebiets. Von den Hügeln oberhalb der Stadt bieten sich weite Blicke ins Neckarland, zum Hohenasperg und zum Stromberg, und in die Täler und Berge des Murr- und Bottwar-Gebiets. Allerdings werden diese Panoramen von Hochspannungsmasten mitgeprägt: Unmittelbar südlich der Freiberger Gemarkung liegt das große Umspannwerk Ludwigsburg-Hoheneck. Von dort aus laufen Stromleitungen sternförmig in alle Richtungen, auch über die Höhenzüge südlich, östlich und westlich von Freiberg.
Freiberg am Neckar entstand am 1. Januar 1972 durch den freiwilligen Zusammenschluss der drei ursprünglich landwirtschaftlich geprägten Gemeinden Beihingen am Neckar, Geisingen am Neckar und Heutingsheim Bogner Jacken Sale. Am 1. Januar 1982 erhielt Freiberg am Neckar die Stadtrechte verliehen. 1980 bekam die Stadt einen S-Bahn-Anschluss an der S4 Stuttgart–Marbach.
Für eine ausführliche Darstellung der Stadtgeschichte und der Geschichte ihrer Vorgängergemeinden siehe den Artikel Geschichte von Freiberg am Neckar.
Nach der Reformation war das Gebiet der heutigen Stadt Freiberg überwiegend evangelisch geprägt. So gibt es heute noch in allen drei Stadtteilen jeweils eine evangelische Kirchengemeinde bogner jacken 2016. Seit 1954 besteht auch eine römisch-katholische Gemeinde. Daneben sind auch die evangelisch-methodistische Kirche, die Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage) und die neuapostolische Kirche in der Stadt vertreten. Heute stellen die Katholiken rund 25,5 % und die Protestanten 44,5 % der Freiberger Bevölkerung.
1810 hatte Beihingen 692 Einwohner, Heutingsheim 566 Einwohner und Geisingen 438 Einwohner, das sind insgesamt 1696 Personen. Im Jahr 1900 betrug die Gesamtbevölkerung bereits 2298 Personen. Sie wuchs von 3322 Einwohnern 1939 auf 4516 Personen 1950 über 11.749 Personen 1970 auf mehr als 15.600 im Jahr 2007 an.
Die Gemeinderatswahl am 7. Juni 2009 führte gegenüber der vorausgegangenen Gemeinderatswahl zu folgendem Ergebnis:
¹Freie Wähler; ²Unabhängige Liste Freiberg; ³Offene Grüne Liste
Das Stadtwappen von Freiberg zeigt in Blau drei (2:1) goldene Kugeln/Laible. Die Stadtflagge ist gelb-blau. Wappen und Flagge wurden Freiberg am 3. September 1973 verliehen.
Die drei Kugeln symbolisieren in der heutigen Deutung die drei Stadtteile. Die Wappen der beiden anderen Stadtteile waren wie folgt:
Freiberg liegt an der Bahnstrecke Backnang–Ludwigsburg, die von der Linie S4 (Backnang–Marbach–Stuttgart Schwabstraße) der S-Bahn Stuttgart bedient wird. Der Bahnhof, der heute im Ortsteil Heutingsheim liegt, wurde 1879 unter dem Namen Beihingen eröffnet und lag zunächst an der Bahnstrecke Backnang–Bietigheim. Zwei Jahre später wurde hier eine Nebenstrecke nach Ludwigsburg abgezweigt. Nach der Stadtgründung wurde der Bahnhof zum 1. Juni 1975 in „Freiberg (Neckar)“ umbenannt.
2011 wurde die Verbindung Richtung Marbach bis Benningen zweigleisig ausgebaut. Heute hat der S-Bahnhof eine jährliche Frequenz von 1,4 Millionen Fahrgästen.
Der internationale Flughafen Stuttgart befindet sich im etwa 45 km entfernten Leinfelden-Echterdingen.
Rund 600 kleinere und mittelständische Betriebe haben in Freiberg am Neckar ihre Heimat, darunter
Freiberg am Neckar ist ein Weinbauort, dessen Lagen zur Großlage Schalkstein im Bereich Württembergisch Unterland im Weinbaugebiet Württemberg gehören.
2001 wurde am Marktplatz das große kommunale Veranstaltungszentrum Prisma eröffnet. Es dient seitdem für kulturelle und kommunale Veranstaltungen aller Art. Für Musik- und Theaterdarbietungen für ein kleineres Publikum wird nach wie vor auch gerne die alte Schlosskelter gegenüber dem Beihinger Schloss in Anspruch genommen.
Neben der Oscar-Paret-Schule befindet sich die Stadtbibliothek.
Es gibt ein Alten- und Pflegeheim der kreiseigenen Kleeblatt Pflegeheime.
Im Ortsteil Beihingen befindet sich das Jugendhaus, das sich im denkmalgeschützten ehemaligen Rathaus des Ortsteils befindet.
In der Oscar-Paret-Schule sind ein Gymnasium, eine Realschule und eine Hauptschule mit Werkrealschule vereint. Die Oscar-Paret-Schule war die zweite Gesamtschule Baden-Württembergs. Sie gehörte im Jahre 2008 zu den Finalisten des Deutschen Schulpreises. Daneben gibt es mit der Flattichschule, der Grünlandschule und der Kasteneckschule drei reine Grundschulen, außerdem sechs städtische Kindergärten mit insgesamt 19 Gruppen, einen Waldkindergarten in freier Trägerschaft und die Kita Zwergenstüble, die Kinder zwischen 1 und 3 Jahren betreut.
Die Strom- und Gasnetze werden von der Syna GmbH betrieben, einem Tochterunternehmen der Süwag Energie AG.
Die Stadtteile Beihingen und Heutingsheim werden mit Mischwasser von der Bodensee-Wasserversorgung und Eigenwasser aus dem Tiefbrunnen Hohes Gestad versorgt. Der Stadtteil Geisingen erhält Mischwasser von der Bodensee-Wasserversorgung und Fremdwasser von den Stadtwerken Bietigheim-Bissingen.
Die Abwässer werden in der städtischen Kläranlage in der Talstraße gereinigt.
Für die Abfallentsorgung ist die Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg mbH (AVL) zuständig, eine 100%-Tochtergesellschaft des Landkreises Ludwigsburg. Der Landkreis hat die AVL beauftragt, die Aufgaben zur Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen zu erfüllen.
Der TuS 1899 Freiberg ist der größte ortsansässige Verein und bietet ein umfangreiches Breitensportangebot.
Der SGV Freiberg ist 1973 aus dem SGV Heutingsheim entstanden. Erfolgreichste Sparte ist die Fußball-Abteilung, deren erste Herren-Mannschaft seit 2001 in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg spielt.
Seit 2011 ist der aus der SGV Freiberg Basketballabteilung hervorgegangenen Mamo Baskets Freiberg e. V. mit sechs Jugendmannschaften am Start.
Die Stadtkapelle des Musikvereins Stadtkapelle Freiberg a. N. e. V. besteht derzeit aus 45 aktiven Musikern.
Die Schachfreunde Freiberg e. V. pflegen seit 1986 den Schachsport in der Stadt.
Der Unternehmer Arthur Benseler begeisterte und engagierte sich zeitlebens für afrikanische Kunst und Kultur. Sein Privathaus legte er von vornherein als Heimstätte für afrikanische Kunst, Musik und Literatur an: das Afrika-Haus. Für die Zeit nach seinem Tod überließ er es als Museum der Stadt Freiberg am Neckar. In und um dieses Museum befinden sich ca. 150 Skulpturen und Bilder, die zum Teil von Arthur Benseler während seiner Reisen in 30 Jahren zusammengetragen wurden, zum Teil aber auch durch die Stadt Freiberg ergänzt wurden.
Das Museum im Schlössle im Geisinger Gutsschlösschen dokumentiert die historische Entwicklung Freibergs. Dargestellt wird die Frühgeschichte ab den ersten Nachweisen menschlicher Besiedlung, die Geschichte der adeligen Grundherren, die Entwicklung von Handwerk, Landwirtschaft und Industrie sowie die Geschichte der Kriegs- und Notzeiten am Ort. Außerdem findet zur Weihnachtszeit eine sehenswerte Ausstellung über Springerle statt.
Die Amanduskirche aus dem 16. Jahrhundert wurde ursprünglich als Wehrkirche angelegt und liegt auf einer Anhöhe über dem alten Ortskern. Sie ist sehenswert wegen ihrer baulichen Vielgestaltigkeit mit Elementen aus vielen Epochen, ihrer Ausmalungen und ihrer wertvollen Orgel von 1766, deren Prospekt erhalten blieb und deren Klangkörper 1981 nach dem alten Vorbild erneuert wurde.
In Sichtweite von der Amanduskirche befindet sich das alte Schloss Beihingen, erbaut durch die Herren von Nothaft und die Herren von Gemmingen. Der älteste Bestandteil des alten Schlosses sind Reste eines Wohnturms aus dem 13. Jahrhundert. Die heute noch bestehenden Gebäude wurden im Wesentlichen 1480 und 1680 errichtet. Es beherbergt heute Archive und Vereinsräume.
Das neue Schloss auf der gegenüber liegenden Straßenseite wurde 1573 durch Friedrich von Breitenbach erbaut und diente seitdem einer ganzen Reihe von Adelsfamilien als Wohnsitz. Heute ist es in Privatbesitz der Familie von Graevenitz. Neben dem dreigeschossigen Hauptbau ist von der Ludwigsburger Straße aus die 1591 erbaute ehemalige Zehntscheuer sichtbar; beide Gebäude sind in der Farbgebung ihrer Entstehungszeit wiederhergestellt.
In unmittelbarer Nachbarschaft der beiden Schlösser steht die Schlosskelter. Sie wurde 1730 neu erbaut, an Stelle einer seit 1577 bestehenden Kelter. Seit 1964 befindet sich das Gebäude in Gemeindebesitz. Es dient heute als Ort für kulturelle Veranstaltungen.
Im ehemaligen Ortskern ist in der Neckarstraße 5 das alte Rathaus aus dem 16. und 17. Jahrhundert, das Geburtshaus von Johann Friedrich Flattich, erhalten geblieben, in dem sich heute das Jugendhaus der Stadt befindet. Haus Nr. 6 ist das ehemalige Schulhaus von 1776. Weitere historisch bemerkenswerte Gebäude im alten Ortskern sind die Häuser in der Mühlstraße 1 und in der Benninger Straße 13, 15 und 17 aus dem 17. Jahrhundert. Die Hofanlage von Haus Nr. 13 gehört zm ehemaligen Kleinbottwarer Hof, der bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht.
Im Neckar liegt das Stauwehr Beihingen, an dem der Seitenkanal Pleidelsheim vom Altarm des Flusses abzweigt.
In Geisingen befindet sich die spätgotische Nikolauskirche. Zunächst wurde 1474 eine Kapelle gebaut, die heute als Chor dient. Hauptschiff und Turm wurden 1521 und 1522 angebaut. 1900 erhielt der Turm sein heutiges Spitzdach anstelle eines früheren Haubendachs. Im Inneren der Kirchen befinden sich die Grabmäler der früheren Ortsherren, der Familien von Stammheim und Schertlin von Burtenbach aus dem 16 nike footaball Strumpf und Kappe Auslass. Jahrhundert.
Unmittelbar unterhalb der Kirche befindet sich das Ende des 16. Jahrhunderts erstmals erwähnte und 1723 neu erbaute obere Geisinger Schloss, das sogenannte Kniestedt’sche Schloss. Noch ca. 200 m weiter unterhalb, auf dem flachen Talgrund, steht das untere Schloss, der Stammsitz der Herren von Stammheim, ein ehemaliges Wasserschloss von 1486. Die heutigen Gebäude sind aber allesamt jünger; teilweise wurden sie erst im 20. Jahrhundert nach den alten Vorbildern und an ihrem Ort neu erbaut. Ein Erweiterungsbau des alten Wasserschlosses ist das sogenannte Schlössle, das mit der Jahreszahl 1671 bezeichnet ist. Weitere Gebäude aus dem 17. Jahrhundert in der Hofanlage des unteren Schlosses sind die alte Ölmühle und die ehemalige Kelter.
Am Ortsausgang Richtung Ludwigsburg-Eglosheim liegt das größte original chinesische Haus Europas. Es ist umgeben von einem für die Öffentlichkeit zugänglichen Garten, der nach taoistischen Prinzipien gestaltet ist. Haus und Garten wurden nach der Erschließung des Geländes 1994 durch die chinesische Dashi-Unternehmensgruppe von chinesischen Bauarbeitern und Handwerkern errichtet. Sämtliche Baumaterialien wurden eigens aus China antransportiert. Nach der Eröffnung 1995 diente es als deutsch-chinesisches Zentrum sowie Restaurant. 2007 wurde das Haus, nachdem der Betreiber im Sommer 2006 Insolvenz angemeldet hatte, aufgegeben und stand leer. 2008 wurden das Gebäude und der umgebende Garten wegen Einsturzgefahr gesperrt. Im November 2008 entschied das Landgericht Stuttgart, dass die in Insolvenz befindliche Betreibergesellschaft das Haus und das umgebende Gelände an die Stadt zurückgeben muss. Im Mai 2010 begannen die Sanierungsarbeiten, für die der neue Besitzer, Ming Ze Schaumann, eigens chinesische Handwerker engagiert hatte. Am 15. Mai 2011 wurde das renovierte Chinahaus neu eröffnet. Anfang 2014 schloss das Haus jedoch wieder unter ungeklärten Umständen. Seither verhindert ein Rechtsstreit zwischen den Besitzern, dass es in absehbarer Zeit wieder eröffnet wird (Stand Juli 2015).
Das Zentrum des ehemaligen Dorfes Heutingsheim bildete, inmitten eines dicht bebauten Ortskerns mit schmalen Straßen und Gassen, das klassizistische Rathaus von 1781, an der Ecke Kirchstraße – Wilhelmstraße gelegen. Die evangelische Pfarrkirche Simon und Judas, eine spätgotische Westturmkirche von 1487, hat innen einen schön gestalteten Chor mit Netzrippengewölbe. Die Schlusssteine zeigen die biblischen Apostel Simon und Judas (Thadäus) sowie Maria mit Kind als Himmelskönigin. Die Kanzel ruht auf einer steinernen Skulptur: Der Kanzelträger, ein kniender Mann, geschaffen von Anton Pilgram, trägt sie auf seinen Schultern. Im Turm stammt die große Glocke mit der Inschrift Osanna aus dem Jahr 1492.
Auch Heutingsheim verfügt über ein Schloss. Der um 1700 erbaute Gebäudekomplex mit seinem Herrenhaus und dem dreiflügeligen Wirtschaftsgebäude ist zur Straße hin von einer Schlossmauer abgegrenzt. Er ist ein typisches Beispiel für einen adligen Landsitz aus jener Zeit. Untypisch für die Gegend sind die niederdeutschen Elemente am straßenseitigen Fachwerkgiebel des Wirtschaftsgebäudes.
Das Naturschutzgebiet Altneckar mit seinem Auwald und dem angrenzenden Wiesental ist ein idyllisches Naherholungsgebiet und eine ökologische Oase zwischen den Gemeinden Freiberg, Pleidelsheim und Ingersheim.
Die Brücke der Bahnstrecke über die A 81 war am 20. April 1945 durch abziehende deutsche Militäreinheiten zerstört worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Brücke nicht wieder aufgebaut und die Bahnstrecke stillgelegt. Diesseits der A 81 werden der hohe Bahndamm der ehemaligen Bahnstrecke Backnang–Bietigheim von der Stadt und dem Ortsverband des BUND als Trockenbiotop geschützt und gepflegt. Jenseits der A 81 schnitt die Bahnlinie eine tiefe Furche ins Gelände. Durch die Bemühungen der Stadt und des BUND entstand dort ebenfalls eine Schutzzone, ein dunkles, feuchtes Waldbiotop.
Alljährlich am letzten Wochenende vor den Schulferien findet auf dem Marktplatz das Bürgerfest statt. Auf der Seebühne treten Bands auf, auf dem Marktplatz bewirten Freiberger Vereine zum Hocketse. Zu Beginn des Fests, am Freitag, können sich Jung und Alt auf verschiedenen Distanzen beim Bürgerfestlauf messen. Das Fest jährte sich 2014 zum 40. Mal.
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